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Kälte bleibt uns die ganze Woche erhalten!

Die Wettermodelle sind sich einig, die Kälte bleibt uns noch die ganze Woche erhalten. Von Osten kommt dabei immer wieder sehr kalte Luft nach Deutschland. Allerdings schwächt sich der Frost vor allem tagsüber etwas ab. An der Küste und entlang des Rheins werden im Laufe der Woche örtlich Höchstwerte um oder etwas über dem Gefrierpunkt erreicht. Die Nächte sind aber vor allem im Osten und Süden weiterhin eisig. Dort kann es bei klarem Himmel über Schnee weiterhin strengen Frost unter minus 20 Grad geben.

Eisiger aber oft sonniger Start in den letzten Wintermonat!

Nachdem der Winter mit den beiden milden Monaten Dezember und Januar bisher insgesamt deutlich zu mild war, ist es in den letzten Tagen richtig winterlich geworden. So waren die ersten Tage des Februars extrem kalt. So liegen die Mitteltemperaturen bisher teilweise mehr als 10 Grad unter dem langjährigen Mittel. Vor allem in der Mitte und im Westen schien dazu häufig die Sonne. So wurden in Frankfurt, Saarbrücken oder Nürnberg an den ersten 3 Februartagen schon mehr als 25 Sonnenstunden registriert.

Neue Tagesrekorde für einen 3. Februar an einigen Stationen im Osten!

Die extreme Kälte führte zu neuen Kälterekorden für Anfang Februar an deutschen Wetterstationen. Neue absolute Tiefswerte für einen 03. Februar wurden beispielsweise in Dresden mit minus 16,8 Grad (bisher minus 9,1 Grad), Leipzig minus 18 (bisher minus 12 Grad 1987), Erfurt minus 19,9 (bisher minus 17,4 Grad 1954) und Hof minus 19,6 Grad (bisher minus 17,4 Grad 1954). Die Tiefstwerte für den gesamten Zeitraum der ersten Februarhälfte liegen aber noch teilweise deutlich tiefer, an vielen der genannten Stationen bei nahe minus 25 Grad.

Auch 1929 und 1956 kam die Kälte erst im Februar!

Zwar ist bei uns in Deutschland häufig der Januar der kälteste Wintermonat. In manchen Jahren kommt die größte Kälte aber auch erst im Februar. So war es zum Beispiel in den extremen Wintern 1929 und 1956. Der wohl eisigste Februar der letzten 100 Jahre war der des Jahres 1929. Dabei wurde in Bayern mit minus 37,8 Grad auch die bisher tiefste je in Deutschland gemessene Temperatur registriert. Den letzten sehr kalten Februar gab es vor 20 Jahren 1986.

Der "Lake Effect"

In diesen Tagen beobachtet man vor allem im Bereich der Ostsee den sogenannten "Lake Effect", der in Küstennähe zu kräftigen Schneeschauern führt, während ansonsten sehr trockenes und sonniges Wetter herrscht. Aber wie kommt es dazu? Voraussetzung ist ein sehr kalter Wind, der über große Flächen mit vergleichsweise warmem Wasser strömt. Dabei nimmt die Luft Wasserdampf auf, der aber schnell wieder gefriert und dann am Ufer als Schnee herunterkommt. Da die Schauer immer wieder über die gleichen Gebiete ziehen, kann es innerhalb recht kurzer Zeit große Schneemengen geben.

Januar 2012 trotz Kälte zum Monatsende zu mild!

Trotz der Kälte zum Monatsende fällt der erste Monat im Jahr 2012 wie schon der Dezember 2011 in Deutschland verbreitet zu mild aus. Nur auf den Bergen lagen die Temperaturen im Bereich des langjährigen Mittels oder etwas darunter. Dazu war es deutlich zu nass. Fast überall lagen die Niederschlagsmengen über dem Monatssoll. Mehr als das Doppelte des 30 jährigen Mittelwertes für den Niederschlag wurde beispielsweise in Cottbus, Erfurt oder Hannover gemessen. Besonders sonnig war der Januar an der Ostsee, am Bodensee oder auch am Oberrhein.

Kältewelle in Deutschland und Europa!

Schon seit einiger Zeit ist es in Nord- und Osteuropa sehr kalt. Meist steigen die Temperaturen dort nicht mehr über minus 10, örtlich sogar nicht über minus 20 Grad. Dazu liegt jede Menge Schnee, in Bukarest beispielsweise 24, in Sofia sogar 34 cm. Aber auch in Istanbul ist es bei geschlossener Schneedecke winterlich. Die eisige Frostluft macht sich nun in den nächsten Tagen mit östlichen Winden immer mehr auf den Weg nach Mitteleuropa. Dabei kommt die kälteste Luft, die am Freitag und am Wochenende über Deutschland, auf direktem Wege vom Ural zu uns.

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